| Kurzdarstellung |
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Da die etablierten Träger der Kinder und Jugendhilfe in Köln ein spezifisches Angebot in der ambulanten Erziehungshilfe für Familien mit Migrationshintergrund nicht bereit stellten, gründeten im Februar 2003 einige engagierte Bürger/innen mit Migrationshintergrund die gemeinnützige Gesellschaft ISS-Netzwerk (Interkultureller Sozialer Service - ISS). Familien mit Migrationshintergrund sind nicht nur sprachlich, sondern auch in der adäquaten Verhaltensweise gegenüber Behörden und Institutionen verunsichert, was häufig auf Unkenntnis der Verwaltungsstrukturen der Aufnahmegesellschaft zurück zuführen ist und zu Unstimmigkeiten auf beiden Seiten führt. Gerade in diesem Kontext leistest ISS (im Bedarfsfall muttersprachlich) Informations- und Unterstützungsarbeit. Die ISS Hilfs- und Betreuungsangebote richten sich in ihrer interkulturellen Schwerpunktsetzung an Familien mit Migrationshintergrund, Kinder, Jugendliche und derer Familien und an Einzelpersonen, die bei der Bewältigung von Krisen, Erziehungsschwierigkeiten sowie konkreten Alltagsproblemen sozialpädagogische Unterstützung und Hilfen benötigen. Dabei sollen vor allem die Selbsthilfepotentiale unserer Klienten gestärkt und gefördert werden. ISS arbeitet im Rahmen von Leistungsvereinbarung mit unterschiedlichen Jugendämtern (Köln, Bonn, Erftstadt, Remscheid Wuppertal …) in Nordrhein Westfallen zusammen. Zusätzlich engagiert sich ISS im schulischen sowie außerschulischen Bereich. Hierzu gehören auch Kooperationen mit Behörden, Schulen, Jugendeinrichtungen, interkulturellen Diensten, im Migrationsbereich tätigen Vereinen und Institutionen. ISS arbeitet mit Multiplikatoren und Eltern im Sozialraum zusammen. Mittlerweile beschäftigt ISS in den drei Gesellschaften 37 festangestellte Mitarbeitende (stand August 2010). Über 80 Prozent der Mitarbeitenden verfügen über Migrationshintergrund und entsprechende sprachliche und interkulturelle Kompetenzen. |


